Littleton


Columbine High School massacre, 20 April 1999 Littleton
Amoklauf an der Columbine High School

Der Amoklauf an der Columbine High School wurde am 20. April 1999 von zwei Schülern der Columbine High
School in Columbine, einem gemeindefreien Ort nahe Denver und Littleton im US-Bundesstaat Colorado, verübt. Eric Harris (18) und Dylan Klebold (17) ermordeten dabei zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. Außerdem verwundeten sie 24 weitere Menschen und töteten anschließend sich selbst.

Eric David Harris (* 9. April 1981; † 20. April 1999) und Dylan Bennet Klebold (* 11. September 1981; † 20.
April 1999) waren gute und eher unauffällige Schüler, die an der Columbine High School einer Gruppe von
Außenseitern, der sogenannten Trenchcoat-Mafia, nahestanden. Deren Mitglieder trugen meist schwarze
Kleidung und sahen sich, wie Harris und Klebold, häufig Schikanen sportlich aktiver Jungen, sogenannter
Jocks, ausgesetzt. Provoziert durch die Demütigungen ihrer Mitschüler, entwickelte sich bei Harris und
Klebold im Laufe der Zeit ein Hass auf die gesamte Schule und das Bedürfnis, möglichst viele von ihnen
zu töten. Bis auf einen Autoeinbruch waren die beiden Attentäter bis zu ihrer Tat allerdings nie
sonderlich aufgefallen, so dass ihre Absichten, ihr Waffenarsenal, bestehend aus Schrotgewehren,
9mm-Waffen und mehreren Dutzend Bomben, und ihre Schießübungen im Wald unentdeckt blieben.
Während des Amoklaufs verwendete Harris eine abgesägte Pumpgun und eine halbautomatische Schusswaffe.
Klebold war mit einer halbautomatischen Pistole, einer Tec-9, und einer doppelläufigen abgesägten
Schrotflinte bewaffnet. Die Waffen hatten sie sich durch volljährige Freunde besorgen lassen, von denen
Mark Manes und Philip Duran nach der Bluttat zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt wurden.
Harris’ und Klebolds Leichen wurden von ihren Eltern aus Angst vor Grabschändungen eingeäschert. Die
Eltern äußerten sich erst Jahre nach der Tat zu den Vorfällen.
Opfer

Es gibt bis heute keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Harris und Klebold ihre Opfer gezielt
aussuchten, um möglicherweise alte Rechnungen zu begleichen. Gleichwohl gibt es Anhaltspunkte,
dass sie das “System Columbine”[1] mit seinen täglichen Schikanen zerstören wollten. Die anfängliche
Behauptung, dass die Täter aus rassistischen Gründen gehandelt hätten, konnte nicht lange
aufrechterhalten werden. So war nur eines der Opfer, Isaiah Shoels, dunkelhäutig. Auch schrieb
Harris u.a. in seinem Tagebuch:
You know what I hate? Racism. Anyone who hates Asians, Mexicans, or people of any race because
they’re different.[2]
Übersetzung:
Weißt Du was ich hasse? Rassismus. Jeden, der Asiaten, Mexikaner oder Menschen einer beliebigen
Rasse wegen ihrer Andersartigkeit hasst.
Es gab eine Todesliste, doch nur einer der darauf Genannten wurde während der Tat leicht verletzt.

Todesopfer

Cassie Rene Bernall (* 6. November 1981) († 17)
Steven Robert Curnow (* 28. August 1984) († 14)
Corey Tyler DePooter (* 3. März 1982) († 17)
Kelly Ann Fleming (* 6. Januar 1983) († 16)
Matthew Joseph Kechter (* 19. Februar 1983) († 16)
Daniel Conner Mauser (* 25. Juni 1983) († 15)
Daniel Lee Rohrbough (* 2. März 1984) († 15)
Rachel Joy Scott (* 5. August 1981) († 17)
Isaiah Eamon Shoels (* 4. August 1980) († 18)
John Robert Tomlin (* 1. September 1981) († 17)
Lauren Dawn Townsend (* 17. Januar 1981) († 18)
Kyle Albert Velasquez (* 5. Mai 1982) († 16)
Lehrer David „Dave” William Sanders (* 22. Oktober 1951) († 47)

Die Medien verfolgten später viele der Einzelschicksale, darunter das einer seit dem Massaker im
Rollstuhl sitzenden Schülerin, deren Mutter das Leid ihrer Tochter nicht mehr ertragen konnte und
sich das Leben nahm.
Crystal Woodman Miller überlebte das Massaker und verfasste ein Buch, in dem sie ihre Erlebnisse
während der Ereignisse und das Leben danach beschrieb.